Politik Religion Weltanschauung und alles was ich sonst noch schreiben will

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Goldene Kakerlake für systematisches Mobbing bei K&U Bäckerei

Im Großraum Rhein-Neckar besticht die überregional vertretene Bäckerei K&U durch vollkommene Inkompetenz in der Führungsebene und menschenverachtende Arbeitsbedingungen beim “Fußvolk”.

Nachdem ich zufällig von den Umständen erfahren habe, recherchierte ich in mehreren Filialen und sprach mit vielen verschiedenen Mitarbeiterinnen. Auch habe ich eine Bewerbung an K&U geschickt um die Strukturen von innen kennenzulernen und zu verändern. Leider war die Bewerbung erfolglos. Da ich in der Bewerbung schon ansatzweise manche Misstände angesprochen habe, gehe ich davon aus, dass es bei der Geschäftsführung entweder kein Interesse gibt etwas an den Umständen zu ändern oder diese Umstände sogar noch gefördert werden.

Die Bäckereifachverkäuferinnen werden nach allen Regeln der Kunst von den Filialleitungen in unwürdiger Art und Weise geknechtet und gemobbt. Diese Art des Bossing ist zwar nicht nachvollziehbar, weil sehr unproduktiv, aber eine Tatsache. Das seltsame daran ist, dass die Filialleitungen auf voller Linie von der Regionalleitung gedeckt wird.

Leider gibt es für die Betroffenen auch keine kompetenten, durchsetzungsstarken Verbündeten. Der Betriebsrat erscheint wie ein gealteter, zahnloser Tiger der am liebsten bewegungsunfähig im Käfig liegt und bei der Gewerkschaft NGG stellt sich die Frage ob es eine Arbeitnehmer- oder eine Arbeitgebervertretung ist.

Natürlich werde ich auch Beispiele nennen:

  • Im Regelfall arbeitet eine Verkaufskraft in einer Filiale im Schichtbetrieb. Die Arbeitszeiten werden der Verkaufskraft im Normalfall Freitags für die darauf folgende Woche mitgeteilt. Falls der Freitag, per Zufall der flexible, freie Tag sein sollte muss sich die Arbeitnehmerin um die Termine kümmern. Dies ist jedoch fast nur über Kollegen möglich, da die Filialleitungen telefonisch schlecht bis gar nicht erreichbar sind. Private Planungen werden somit fast unmöglich gemacht, das soziale Umfeld der Verkaufskraft leidet darunter enorm.
  • Jahrelang wurden die Verkaufsmitarbeiterinnen um die Feiertage betrogen, soweit ich weiß ist diese Praxis aber mittlerweile aufgeflogen und wird nicht mehr umgesetzt. Es war in der Vergangenheit immer so, dass in Wochen in denen ein Feiertag war, der flexible Arbeitsfreie Tag der Verkaufskräfte auf den Feiertag gelegt wurde. In diesem Monat ist mir aber wieder ein Fall bekannt geworden, in dem der freie Tag auf einen Feiertag gelegt wurde. Da es keine monatliche Stundenabrechnungen gibt, ist es sehr schwer nachzuvollziehen ob die Arbeitnehmerin wieder um diesen Tag betrogen wurde. Des weiteren ist zu beobachten, dass konsequent am Tag vor dem arbeitsfreien Tag Spätschicht (zum Teil bis 00:00 Uhr) und am Tag danach Frühschicht (zum Teil ab 06:00 Uhr) eingeteilt wird. Somit dient der arbeitsfreie Tag zur Einhaltung der gesetzlich festgelegten Arbeitsunterbrechungen aber nicht der Erholung der Arbeitnehmer.
  • Probleme gibt es auch immer wieder mit erforderlichen Schlüsselübergaben. Auf Grund der Schichtplanungen und der Unfähigkeit genügend Schlüssel anzufertigen wird in vielen Filialen von den Mitarbeiterinnen erwartet, dass sie an ihrem freien Tag in ihre Filiale fahren um dort den Schlüssel abzuholen oder hin zu bringen, der für die Öffnung der darauf folgenden Frühschicht erforderlich ist. Man muss wohl nicht speziell erwähnen, dass dieser erhebliche Zeitaufwand am freien Tag nicht zu den Arbeitszeiten zählt und somit auch weder bezahlt wird noch in die geetzliche Regelung der Arbeitszeitunterbrechungen einfließt.
    Wenn zum Beispiel eine Mitarbeiterin vor ihrem freien Tag Spätschicht arbeitet und die Filiale abschließt und nach ihrem freien Tag wieder Spätschicht hat, fehlt ein Schlüssel, der entweder für die spätschicht am freien Tag oder für die Frühschicht am Tag nach der Freizeit benötigt wird. Dieses Problem ist den Filialleitungen seit mindestens einem Jahr bekannt. Nach Aussage der Filialleitung gibt es aber keinen Handlungsbedarf.
  • Arbeitnehmerinen wurden schon während der Schwangerschaft oder direkt nach Operationen zu unzumutbaren Arbeiten gezwungen. Diese Fälle habe ich von mehreren, glaubwürdigen Mitarbeiterinnen erzählt bekommen.
  • Immer wieder gibt es auch Situationen in denen die Filialleitungen auf Missstände hingewiesen werden. Diese Missstände werden im Nachhinein oftmals den kleinen Angestellten untergeschoben. Da es in den Filialen keine Möglichkeit gibt solche Hinweise per Fax oder Mail zu schicken gibt es im Nachhinein natürlich auch keinen Beweis dafür, dass die Filial- oder Regionalleitungen bereits länger darüber informiert waren. Der schwarze Peter hängt also mal wieder ganz unten.
  • Mir sind mehrere Fälle bekannt, an denen Mitarbeiterinnen wegen des permanenten Mobbings monatelang arbeitsunfähig waren,  Medikamente nehmen mussten und zum Teil nicht mehr in Ihre Arbeit zurück kommen konnten, weil der psychiche Druck nicht mehr aushaltbar war.
  • Anweisungen der Filialleitungen werden zum Teil von Auszubildenden telefonisch übermittelt, damit die Mitarbeiterinnen das Gefühl vermittelt wird sie seien schlechte Kollegen, wenn sie vollkommen überzogene Forderungen nicht erfüllen würden.
  • Da in immer mehr Filialen nötiges Personal eingespart wird gibt es verstärkt Engpässe bei Sonderaufgaben wie Inventur oder ähnlichem. Es wird als selbstverständlich angesehen, dass die Mitarbeiterinnen in diesen Situationen länger bleiben oder früher kommen. Falls bei einer Kontrolle durch die Filial- oder Regionalleitung etwas negativ auffällt, werden natürlich wieder die Verkäuferinnen als “schuldig” dargestellt, weil sie es auf Grund der fehlenden technischen Infrastruktur nicht nachweisen können, dass sie zum Teil vor Längerem schon auf diesen Missstand hin gewiesen haben.
  • K&U schmückt sich auch gerne mit dem Titel “Ausbilder des Jahres”. Das ist eine wunderbare Verhöhnung der Auszubildenten. Es kommt dauerhaft und regelmäßig vor, dass Azubis nicht erst im dritten Lehrjahr als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden. Die Azubis sind hierbei oftmals alleine in einer Filiale eingesetzt ohne die Möglichkeit die Vorgesetzten auch nur telefonisch zu erreichen. Gesetzliche Pausenzeiten werden oftmals auch bei den Azubis ignoriert und falls sie in einer Filiale mit einer Kollegin zusammen arbeiten, kann es sein, dass die Kollegin eine ungelernte Kraft ist, welche wirklich nicht mit der Ausbildung des Nachwuchses betreut werden sollte.

In der Summe der Dinge kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass K&U ein Unternehmen ist, dass seine Ziele nicht durch ein vernünftiges Miteinander sondern durch die geschürte Angst des Arbeitsplatzverlustes und psychische Gewalt versucht umzusetzen. Dafür gibts von mir die “Goldene Kakerlake” meinen persönlichen Award für menschenverachtendes Verhalten. Meinen herzlichen Glückwunsch.

Der Kakerlaken Award für menschenverachtendes Verhalten

Der Kakerlaken Award für menschenverachtendes Verhalten

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US

5 Responses to Goldene Kakerlake für systematisches Mobbing bei K&U Bäckerei

  1. Sara egal says:

    Das mit den Azubis kann ich bestätigen da ich selber Azubi bin im dritten Lehrjahr. Die ganze Ausbildung über hat man uns auch ständig etwas von Minusstunden erzählt und uns kräftig nacharbeiten lassen, oft auch bis zu 48 Stunden die Woche OBWOHL es gesetzlich ist, dass Azubis nicht mehr und nicht weniger als 38 Stunden arbeiten dürfen!! In meiner Filiale sind wir 3 Azubis es gab auch Tage an denen wir in der Spätschicht alleine waren ohne Ausbilder oder gelernte Verkäuferinnen. Wir haben uns beschwert und mit der Handwerkskammer gedroht aber dies wurde stets ignoriert!

  2. Hallo
    Ich finde diese Seite sehr Interessant da fast alles zutrifft.
    Arbeitspläne haben ein Haltbarkeitsdatum von wenigen Tagen.
    Man beschwert sich laufend über Dinge aber es kommt keine Reaktion
    Ich könnte noch so einiges schreiben aber ändern tut sich eh nichts

    Grüssle

  3. Hallo
    Ich finde diese Seite sehr Interessant da fast alles zutrifft.
    Arbeitspläne haben ein Haltbarkeitsdatum von wenigen Tagen.
    Man beschwert sich laufend über Dinge aber es kommt keine Reaktion
    Ich könnte noch so einiges schreiben aber ändern tut sich eh nichts

    Grüssle

  4. Hallo…
    ich würde ja gern was dazu schreiben..aber im Moment kann und will ich das nicht…

    hmm und ich würde gern mit dem kolumnist sprechen..das fände ich schon viel interessanter…

    grüßle

    –> Dieser Kommentar wurde mir geschickt inklusive einer versehentlichen Namensangabe. Den Namen habe ich entfernt, weil die Mitarbeiterin Angst hat um Ihren Arbeitsplatz. Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch und fast alle Punkte meines Artikels wurden überregional bestätigt. Die Betriebsratsituation und der Umgang mit den Azubis konnten nur zum Teil bestätigt werden.

    Sebi



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